kameraBei den Vorbereitungen auf den Familienurlaub werden viele Immobilieneigentümer unruhig. Die Sorge um das Eigenheim ist hinsichtlich der zunehmenden Anzahl von Einbrüchen groß. Eine Überwachungskamera scheint die ideale Lösung, um potenzielle Diebe abzuschrecken und Täter im Ernstfall zu identifizieren. Um die Kosten zu beschränken, sollten Sie keinesfalls auf minderwertige Überwachungstechnik zurückgreifen. Stattdessen kann die vorübergehende Überwachung während der Reise mit gemieteten Kameras realisiert werden. Was Sie dabei beachten und welche Fehler Sie vermeiden müssen, lesen Sie hier.

Überwachungstechnik auf Mietbasis

Geht es darum ein Gebäude beziehungsweise Grundstück über einen überschaubaren Zeitraum hinweg zu überwachen, lohnt sich die Anschaffung eines vollständigen Überwachsungssystems nicht. Schließlich ist der Kauf von Kameras, Langzeitrecordern und allen weiteren technischen Bestandteilen mit teilweise immensen Summen verbunden. Das Mieten von Überwachsungstechnik ist eine preisgünstige Alternative. Voraussetzung dafür ist, dass Sie sich an kompetente Unternehmen mit Erfahrung wenden. Vergleichen Sie mehrere Anbieter aus Ihrer Region und lassen Sie sich rechtzeitig Angebote zukommen. Achten Sie darauf, dass Sie bei jedem Anbieter die gleichen Angaben machen. Sie sollten sich vorab über folgendes Gedanken machen:

  • Montagemöglichkeiten: Wo lassen sich Kameras am beziehungsweise im Gebäude befestigen?
  • Überwachungsbereich: Wie groß ist die Fläche, die überwacht werden soll und welche Distanz ist abzudecken?
  • Ort: Sollen Kameras ausschließlich außen oder innen angebracht werden? Im Außenbereich müssen wetterfeste Überwachungskameras ab Schutzgrad IP 65 eingesetzt werden.
  • Lichtverhältnisse: Welche Lichtverhältnisse herrschen an den geeigneten Platzierungsstellen der Kameras?

Vergleichen Sie Angebote anschließend nicht allein in Bezug auf den Preis. Prüfen Sie sorgfältig welche Leistungen umfasst sind. Montiert der Betrieb die Kameras auch und nimmt eine Prüfung des Systems vor? Oder werden die Produkte lediglich geliefert? Vermeintlich günstige Preise müssen angesichts möglicher Zusatzkosten für Montage und Systemeinstellungen nicht zwangsläufig das beste Preis-Leistungsverhältnis markieren.

Viele Anbieter für Mietobjekte bieten ihre Sicherheitslösungen für Pauschalpreise pro Tag, Wochen oder Monate an. Da der Tagespreis meist wesentlich teurer ist, sollten Sie berechnen, welche Variante sinnvoll wäre. Möglicherweise lohnt es sich das technische Equipment für einen ganzen Monat auszuleihen, da der Gesamtpreis besonders attraktiv ist.

Die wichtigsten 15 Entscheidungsmerkmale bei Überwachsungskameras

lampeUm von hochwertigen Bildern und einer zuverlässigen Aufzeichnung zu profitieren, müssen Sie bei der Auswahl des Kamerasystems wesentliche Faktoren einbeziehen. Beim Fachhändler für Sicherheitslösungen und Videoüberwachung unter topsicherheit.de wurden die 15 häufigsten Fehler beim Kauf einer Überwachungskamera in einem Artikel detailliert erläutert. Wir haben die einzelnen Punkte stichpunktartig aufgeführt, um Sie auf die Bedeutung der Technikeigenschaften zu sensibilisieren. Dabei haben wir uns auf die daraus resultierenden Empfehlungen konzentriert. Nähere Informationen finden Sie im genannten Kamera-Ratgeber.

  1. Verkabelte Überwachungskameras wählen
  2. HD-Auflösung einsetzen
  3. in hochwertige Technik investieren (Keine Gadgets, Fakes oder Wildkameras)
  4. Aufzeichnung über Langzeitrekorder
  5. mehrere Kameras platzieren
  6. Schutzgrad korrekt wählen (z.B. wasserabweisende Kameras)
  7. Kamera muss optimale Bauform aufweisen
  8. richtige Brennweite muss gegeben sein
  9. HD-Nachtsicht
  10. Kameras in optimaler Höhe anbringen
  11. Überwachungsbereich passend festlegen
  12. keine Kameras, die sich ständig bewegen, mieten
  13. Flexibilität bei der Kamera-Art sollte gegeben sein
  14. Stromversorgung klären
  15. keine blinkenden Kameras oder Modelle mit Ton nutzen

Weitere Auswahlkriterien in der Übersicht:

Kriterium

Erläuterungen

Mobile Kontrolle Sie möchten während Ihrer Reise das Eigenheim im Blick behalten? Einige Vermieter von Sicherheitstechnik bieten der Kundschaft den Service über eine Applikation mit Mobilgeräten auf Videoaufzeichnungen zuzugreifen. So könnten Sie zum Beispiel während Sie am Strand liegen über das Smartphone prüfen, ob zuhause alles in Ordnung ist.
Passwort Achten Sie unbedingt darauf, dass der Zugang zum Überwachungssystem über ein sicheres Passwort erfolgt..
Aufzeichnung Beim Mieten müssen Sie entscheiden, ob die Überwachung durchgehend stattfinden oder eine Aufzeichnung erst beim Wahrnehmen von Bewegung im festgelegten Bereich erfolgen soll.
Abschreckung Wählen Sie große und klassische Kamerabauformen, falls die Überwachungskameras abschreckend wirken sollen.
Mietdauer Viele Vermieter bestehen auf eine Mindestmietdauer. Klären Sie dies vor der Beauftragung.
Kaution Eine Kaution ist üblich. Damit sichern sich Verleiher gegenüber beschädigter Ware ab. Sollte die Überwachungsausrüstung in einwandfreiem Zustand zurück an seinen Besitzer gehen, erhalten Sie die Kaution zurück.
Auflösung Damit die Überwachung Sinn ergibt, sollten Kameras nicht nur Abschrecken, sondern im Ernstfall scharfe Bilder zur Identifizierung der Täter liefern. Die Anzahl der Bildpunkte (Pixel) pro Meter können entscheidend sein. 140 Pixel pro Meter sind nötig, um Gesichter, Nummernschilder und andere Details zu erkennen. Seit 2013 ist bei Überwachungskameras Full-HD mit 1080p 2 Megapixel Standard, eine Auflösung mit rund fünfmal höherer Auflösung als beim Vorgänger der PAL-Kameramodelle.Tipp: Lassen Sie sich von den Verleih-Firmen für Sicherheitstechnik stets Testbilder zeigen, um sich von der Bildauflösung zu überzeugen!

 

Ist private Überwachung erlaubt?

Wenn Sie Ihr Eigenheim überwachen möchten, sollten Sie rechtliche Aspekte nicht außer Acht lassen. Denn das Allgemeine Persönlichkeitsrecht ist teilweise streng und erfordert eine sorgfältige Betrachtung der Fakten. In einem PDF von Prof. Dr. Thomas Hoeren, das auf der Internetpräsenz der Uni-Münster veröffentlicht wurde, wird das Thema Videoüberwachung und Recht verdeutlicht: „Die Rechtsprechung erachtet es allgemein als zulässig, wenn ausschließlich das eigene Grundstück beobachtet wird.“ Hoeren ergänzt: „Dabei sollen jedoch weder Teile eines öffentlichen noch eines mit Nachbarn gemeinsam genutzten Weges im Bereich der Kamera liegen.“

Der Autor der Studie weist darauf hin, dass nach § 6b Abs.2 Bundesdatenschutzgesetz die Überwachung über Hinweisschilder „kenntlich gemacht werden muss“. So ist gewährleistet, dass Besucher über ihr Persönlichkeitsrecht frei verfügen können und der Transparenzpflicht nachgekommen wird. Weiterführende Informationen zum Allgemeinen Persönlichkeitsrecht erläutert Rechtsanwalt David Geßner online. Unter Punkt drei geht es um das Recht am eigenen Bild, welches die Thematik der Aufnahme von Personen auf Video umfasst.