Schon seit längerem befinden sich die Sparzinsen auf historisch niedrigem Niveau. Mit traditionellen Sparprodukten lassen sich kaum Gewinne erzielen. Für Menschen, die es geschafft haben, sich etwas Geld zur Seite zu legen, ist der Kauf einer Immobilie eine hervorragende Investition. Die meisten Wohnungen und Häuser, die als Vorsorge erworben werden, sind zur Weitervermietung bestimmt. Wer ein Haus oder eine Wohnung erbt, sollte ebenfalls in Erwägung ziehen, die Immobilie privat zu vermieten. Immerhin bietet sich dadurch die Möglichkeit, das monatliche Einkommen aufzubessern. Allerdings gilt es einige Dinge zu beachten, um Probleme zu vermeiden. Die Vermietung von einer oder mehren Objekten bringt nicht nur Geld, man muss auch Arbeit investieren. Hat man ein Zinshaus erworben oder vermietet man mehrere Immobilien, zahlt sich die Investition in eine spezielle Verwaltungssoftware wie zum Beispiel Lexware.de auf jeden Fall aus. Damit lassen sich sämtliche Miet-, Neben- und Heizkosten problemlos berechnen. Wer eine Immobilie vermietet, muss stets den Überblick über die Einnahmen und Ausgaben wahren. Die Verwaltungssoftware für Immobilien ist übersichtlich gestaltet, ein Programm Assistent führt durch alle Anwendungen. Man muss also absolut kein Computerprofi sein, um sich die Vorteile des Programms zunutze machen zu können.

 

Die Auswahl des Mieters

Eines der größten Risiken bei der Vermietung von Objekten ist, einem Mietnomaden zum Opfer zu fallen. Diese Kriminellen mieten eine Wohnung oder ein Haus an, bleiben die Miete allerdings schuldig und ziehen weiter, sobald die Zahlungsunfähigkeit bekannt wird. Laut Mietrecht darf der Vermieter erst dann eine fristlose Kündigung aussprechen, wenn der Mieter zwei volle Monatsmieten im Rückstand ist. Fällt man auf einen Mietnomaden herein, können daher Verluste kaum vermieden werden. Um sich vor Kriminalität zu schützen, sollte man bei der Auswahl des Mieters mit Sorgfalt vorgehen. Natürlich möchte kein Immobilienbesitzer, dass sein Haus oder seine Wohnung lange leer steht, weil man dann selbst für alle anfallenden Kosten aufkommen muss. Trotzdem erspart man sich auf lange Sicht einige Probleme, wenn man sich für die Mietersuche Zeit nimmt. Daher legt man sich am besten schon für das Erstgespräch einen Fragenkatalog zurecht. Folgende Informationen sollte man vom potentiellen Mieter abfragen:

 

  • Persönliche Daten: Adresse, Geburtsort und –datum
  • Einen Personalausweis vorlegen lassen
  • Eventuell einen Einkommensnachweis verlangen, um prüfen zu können ob sich die Person das Objekt auch leisten kann

 

Außerdem ist zu empfehlen, sich über Hobbys und den Familienstand zu erkundigen. Akzeptiert man zum Beispiel keine Haustiere, sollte man den Interessenten gleich beim Erstgespräch darüber aufklären. Hat der Interessent nichts zu verbergen, stimmt er auch einer Bonitätsabfrage zu. Die Auskunft kann jeder private Vermieter einholen, sobald der Interessent eine Einwilligungserklärung unterzeichnet. Allerdings ist die Abfrage für den Vermieter kostenpflichtig.

 

Kommt der Interessent als Mieter in Frage, vereinbart man einen Besichtigungstermin. Dabei sollte man wahrheitsgetreu alle Fragen zum Beispiel zur Höhe der Miete und der Nebenkosten, den Heizkosten oder der Wohnfläche beantworten. Kommt mehr als eine Person zum Besichtigungstermin, weil man die Wohnung oder das Haus als Paar mieten möchte, ist unbedingt zu klären, wer den Mietvertrag unterschreibt. So erspart man sich Streitereien, sollte es während der Vertragslaufzeit zu einer Trennung kommen.

 

Mietvertrag und Kaution

Ein Mietvertrag sichert beide Seiten ab, darauf darf man auf keinen Fall verzichten. Der Vertrag sollte alle wichtigen Details enthalten. Zu Beginn des Mietverhältnisses herrscht meist Einigkeit zwischen allen Beteiligten, beim Ausziehen kann die Beziehung zwischen Vermieter und Mieter jedoch möglicherweise bereits getrübt sein. Unbedingt sollte der Mietvertrag diese Punkte enthalten:

 

  • Name von Vermieter und Mieter
  • Größe des Objekts
  • Genaue Wohnungsbeschreibung (Lage, Ausstattung, eventuell Möblierung)
  • Termin wann die Miete jeweils monatlich fällig ist
  • Kaution
  • Kündigungsfristen
  • In welchem Zustand die Wohnung zurückgegeben werden muss
  • Wer für die Instandhaltung aufkommt
  • Eventuell ob man als Vermieter eine Haushaltsversicherung vorschreibt

 

Generell sollte sich jeder Vermieter fragen, ob er das Objekt befristet oder unbefristet vermieten möchte. Beim sogenannten Zeitmietvertrag muss man bedenken, dass es nicht möglich ist, den Vertrag vor Ende der Laufzeit aufzulösen. Bei einem unbefristeten Mietvertrag sollte man die Kündigungsfrist schriftlich festlegen – sonst gelten vor allem bei Langzeitmietern möglicherweise extrem lange Kündigungsfristen von bis zu sechs Monaten.

 

smiling woman with tablet pc computer at homeDen Termin für die Schüsselübergabe sollte man erst vereinbaren, wenn der Mietvertrag unterzeichnet und die Kaution aufs Konto eingezahlt ist. Vom Gesetz her darf der Mieter nämlich das Objekt zu Wohnzwecken nutzen, sobald er oder sie den Schlüssel in Händen hält. Um sich als Vermieter abzusichern, ist in den meisten Mietverträgen eine Kaution vorgesehen. Kündigt der Mieter und hinterlässt die Wohnung anders als vereinbart, muss nicht die volle Kaution erstattet werden. Im Mietvertrag sollte man festlegen, zu welchem Zeitpunkt die Kaution nach dem Auszug zurückzuzahlen ist. Wenn möglich, lässt man sich mit der Rückzahlung als Vermieter so lange Zeit, bis eine genaue Inspektion des Objekts auf mögliche Schäden erfolgt ist. Hat man das Geld dem ehemaligen Mieter nämlich zurückgezahlt, kann man ihn nicht mehr belangen, sollte zum Beispiel der Parkettboden kaputt sein.