WGFür Studienanfänger beginnt nicht nur ein neuer Lebensabschnitt, sondern meist ändert sich auch die Wohnsituation. Entweder man zieht bei den Eltern aus oder hat einen Studienplatz in einer anderen Stadt gefunden. In beiden Fällen sucht man nach einer passenden Unterkunft, die möglichst wenig kosten sollte. Laut einer Umfrage des WG-Portals noknok24 ist bei Studenten weiterhin die Wohngemeinschaft die beliebteste Art der Unterkunft. Wenn man in eine fremde Stadt zieht, ist eine WG auch eine gute Möglichkeit, neue soziale Kontakte zu knüpfen. Doch wer eines der heißbegehrten WG-Zimmer haben möchte, muss sich bei seinen eventuellen Mitbewohnern entsprechend erfolgreich bewerben.

Am Anfang zählt die schriftliche Bewerbung

Angebote für Wohngemeinschaften kann man in der Zeitung, am Schwarzen Brett in der Uni oder bei Zimmerbörsen im Internet finden. Hier gibt es zahlreiche Online-Portale, die sich auf die Vermittlung von WG-Zimmern spezialisiert haben. Hat man ein interessantes Objekt gefunden, bewirbt man sich zunächst schriftlich, wobei man sich viel Mühe geben sollte. Will man sich von der Masse der Suchenden abheben, verbietet sich nämlich ein Schreiben mit Standardfloskeln. Basisinformationen, wie Alter, Studiengang, Telefonnummer, Raucher oder Nichtraucher müssen zwar enthalten sein, doch es ist genauso wichtig, Formulierungen zu finden, die bei den WG-Bewohnern im Gedächtnis bleiben. Eine erfolgversprechende Bewerbung sollte außergewöhnlich sein, aber trotzdem den eigenen Charakter widerspiegeln. Ein Foto, auf dem man gut zu erkennen ist oder der Link zum Facebook-Profil gehört unbedingt dazu. Ist die Bewerbung abgeschickt, sollte man versuchen, telefonisch gut erreichbar zu sein. Landet der Anbieter des WG-Zimmers auf der Mailbox, ruft er mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht noch einmal an.

Ausschlaggebend ist das Auftreten beim Casting

Hat man die erste Hürde genommen, wird man zu einem Casting eingeladen. Auch wenn man den Verlauf des Gesprächs nicht planen kann, sollte man sich im Vorfeld eine grobe Struktur zurechtlegen, wie man sich positiv hervorhebt und welche wichtigen Punkte man nicht vergessen darf. Beim Casting empfiehlt es sich, eine Schufa-Auskunft oder einen Einkommensnachweis dabeizuhaben. Hat man selbst keinen Verdienst, sollte man eine Bürgschaft der Eltern vorweisen können. Außerdem sollte man gepflegt, aber nicht zu überstylt erscheinen und auf keinen Fall einsilbig sein. Ein sympathischer Smalltalk, der Interesse an den möglichen Mitbewohnern zeigt, hilft in jedem Fall weiter. Auch besondere Fähigkeiten, wie gute Kochkünste oder handwerkliches Geschick, kommen gut an. Wenn man etwas besitzt, wovon alle WG-Bewohner profitieren würden, lohnt es sich, dies ebenfalls zu erwähnen. Das kann ein Auto sein oder eine Waschmaschine. Im Gespräch sollte man authentisch sein, sich nicht verstellen und versuchen, möglichst lange in der WG zu bleiben. Huscht man nur schnell durch, lässt sich das Zimmer zeigen und die Eckdaten nennen, bleibt man mit großer Wahrscheinlichkeit nicht im Gedächtnis.

Herausfinden, welche WG zu einem passt

Welche WG zu einem passen könnte, lässt sich teilweise schon aus den Anzeigen ablesen. Wird detailliert aufgelistet, wie der potentielle Mitbewohner sein soll, kann man davon ausgehen, dass Stress vorprogrammiert ist. Ist von einer unkomplizierten Künstler-WG die Rede, heißt das oft, dass Putzplan und Nachtruhe eher locker gesehen werden. Deshalb sollte man vorher genau abwägen, womit man gut oder gar nicht zurechtkommen würde. Denn die Lebenseinstellung und der Tagesrhythmus der Mitbewohner müssen einigermaßen zusammenpassen, selbst wenn man noch so dringend ein Zimmer sucht. Aber auch die Lage, die Wohnung selbst und das Zimmer sollten gefallen, damit man sich für die Mietdauer dort wohlfühlt und entspannt studieren kann.