ammerseeDerzeit liegt es wieder voll im Trend, die Ferien an den heimischen Küsten zu verbringen oder Kurorte im Inland aufzusuchen. Sie versprechen ein hohes Maß an Veranstaltungen, Aktivitäten und Events für Jung und Alt, also für jede Seite genau das passende Angebot. Äußerst flexibel ist man grundsätzlich mit einer angemieteten Ferienimmobilie, noch dazu spart man gegenüber einem Hotel entsprechend Geld, gerade wenn man einen Familienurlaub plant.

Damit alles glatt geht und Sie im Notfall zu Ihrem Recht kommen, geben wir Ihnen im Folgenden einige Tipps und Hinweise hinsichtlich Ihrer Rechte als Mieter.

Die typischen Probleme

  • Grundsätzlich gibt es Unterschiede, ob die Ferienimmobilie privat oder gewerblich vermietet wird. Im ersten Fall gelten die Grundlagen des BGB, im zweiten Fall hingegen die des Reisevertrages nach § 651a BGB. Gewerblich ist die Vermietung auch dann, wenn Sie über eine Agentur gebucht haben oder der Vermieter gleich mehrere Immobilien besitzt. Hier können Sie problemlos vor Antritt der Reise vom Reisevertrag zurücktreten, beim Privatvermieter geht dies nicht ohne Weiteres.
  • Sind nachweisbare Mängel an der Immobilie gegeben, so kann man sich nach Maßgabe der sogenannten „Frankfurter Reisemängeltabelle“ richten. Der Einzelfall entscheidet jedoch in jedem Fall, sodass die Minderung gut begründet sein sollte. Im Zweifelsfalle sollte alles dokumentiert und der zuständige Ansprechpartner darauf hingewiesen werden, um schnellstmögliche Abhilfe zu schaffen. Unterlassen Sie dies, melden etwa erst nach dem Urlaub die Mängel an, so ist regelmäßig der Mängelanspruch gefährdet.

Darum geht es häufig

Vor dem Urlaub gilt es, sich ausreichend auf alle Eventualitäten vorzubereiten – dazu gehören defekte Küchengeräte ebenso wie fehlende Gebrauchsgeräte, wie etwa ein Grill. Informieren Sie sich grundsätzlich vorab, denn die Ausstattung variiert hier sehr stark. Auch ist die Fahrtroute entsprechend sinnvoll zu planen, gerade was Pausen betrifft, aber auch Staus und dergleichen. Hier bietet Ihnen HolidayInsider einige gute Tipps zur Thematik, wie Baustellen und Staus leicht umfahren werden können.

  • Beachten Sie dringend die Kilometerangabe zum Strand, da hier häufig Streitpotential gegeben ist. Experten rechnen diesem Punkt eine grundlegende Bedeutung zu, sodass bei fehlerhaften Angaben regelmäßig eine Minderung von bis zu 25 Prozent möglich ist.

  • Wurde Ihnen hingegen eine „ruhige Umgebung“ versprochen, die mit Zufahrtsstraßen und derlei gar nicht den Tatsachen entspricht, so rechtfertigt dies nur eine minimale Minderung um höchstens fünf Prozent.

  • Ist die zugesagte Klimaanlage im Hochsommer defekt, so rechtfertigt dies eine Minderung um bis zu 20 Prozent.