MietvertragDer Wohnungsmarkt befindet sich in einem Wandel, weg von großen Wohnungen hin zu individuell geschnittenen, hochwertig ausgestatteten Wohnungen in bester Lage – damit einher geht auch eine Mietpreissteigerung, die nach Sanierung und Renovierung sehr stark ausfallen kann.
Aus diesem Grunde hat sich das Modell der Mietkautionsversicherung am Markt etabliert, bietet sowohl für Mieter als auch Vermieter greifbare Vorteile, die Risiken senken und zu hohe anfängliche Belastungen vermindern.

Wir erklären Ihnen in diesem Beitrag, nach welchem Prinzip diese Versicherung funktioniert.

Als Alternative zum Sparbuch oder der Barkaution

Standardmäßig ist es so, dass zwei Monatsmieten als Kaution verlangt werden, um etwaige Reparaturen oder Renovierungen nach dem Auszug des Mieters möglich zu machen.
Der Vermieter hat daher ein berechtigtes Interesse daran, dass seitens des Mieters eine Sicherheit angeboten wird, um Risiken dahingehend einzudämmen, dass Schäden nicht willkürlich verursacht werden.
Sieht man die vielen Meldungen in der Presse, wonach immer mehr Vermieter mit sogenannten Mietnomaden konfrontiert werden, wird die Notwendigkeit ersichtlich.

Das Modell Moneyfix der Kautionskasse beispielsweise funktioniert nach dem Prinzip, indem der Versicherer eine Bürgschaft in vereinbarter Summe für die aus dem Mietverhältnis entstehenden Pflichten abgibt, womit gleichzeitig der Verwaltungsaufwand erheblich gesenkt wird.
Ein Mieter hingegen zahlt jährlich einen prozentualen Anteil an der Bürgschaftssumme sowie eine einmalige Servicepauschale in geringer Höhe, womit oftmals mehrere tausend Euro eingespart werden können.
Interessant ist zudem, dass auch bestehende Mietverhältnisse in dieses System überführt werden können, sofern sich der Vermieter damit einverstanden erklärt.

Das Prüfverfahren des Anbieters

PrüfverfahrenUm sicherzustellen, dass der Mieter auch über die entsprechende Bonität verfügt, werden vorab einige Prüfungen durchgeführt.
Dabei werden in Echtzeit Daten und Informationen aus Auskunfteien eingeholt, die zusammen einen Score-Wert bilden und Aufschluss darüber geben, ob eine Versicherung möglich ist oder nicht.
Erfahrungsgemäß gelten dabei nur harte Negativmerkmale, wie eine Insolvenz oder eine Kontopfändung, als sogenannte Ausschlusskriterien.
Laut Angaben der Anbieter geschieht die Datenabfrage mit keinerlei Auswirkungen auf das persönliche Scoring des Anfragenden, was die Sache zusätzlich bequem und einfach macht.

Sofern dann eine Beanstandung nach Auszug aus der Wohnung stattfindet, wendet sich der Vermieter an den Versicherungsgeber und erhebt Anspruch auf Ausgleich seiner Forderung.
Dies alles geschieht mit einer Wartefrist von 14 Tagen, die der Mieter beispielsweise dazu nutzen kann, einen Nachweis vom zuständigen Amtsgericht zu erlangen, welcher die Auszahlung untersagt.
Bei einem Unterlassen wird die Auszahlung in die Wege geleitet, der Mieter erhält eine Abrechnung und steht gegenüber dem Versicherungsgeber in der Pflicht, die gezahlte Summe auszugleichen beziehungsweise zu erstatten.